MPU Anordnung

Warum eine Vorbereitung notwendig ist?

knapp 100 000

So viele medizinisch-psychologische Untersuchungen wurden im Jahre 2017 von den aktuell 17 Trägern der Begutachtungsstellen in Deutschland durchgeführt. Die Teilnehmer wurden nicht zufällig unter allen Bundesbürgern ausgelost, sondern haben sich tatsächlich im Straßenverkehr etwas zu schulden kommen lassen. 54% aller Untersuchten mussten aufgrund von Alkoholauffälligkeiten in die Begutachtung gehen, 20 % aufgrund von Drogen/ Medikamenten. (Quelle: BaSt)

Wer sind diese Leute, die sich diesem Test unterziehen müssen – und warum?

Aus der Statistik der BaSt lässt sich entnehmen, dass bei 57% der Begutachtungen die Problematik des erhöhten Alkoholkonsums die größte Rolle gespielt hat. („Wiederholungstäter“ sowie Trunkenheitsfahrten in Tateinheit mit anderen Delikten haben wir hier zusammengefasst und nicht explizit ausgewiesen). 18% aller Begutachtungen gründeten auf der Thematik „Drogen- & Medikamentenkonsum im Straßenverkehr“. Sonstige Anlässe, körperliche Mängel und Verkehrsauffällige ohne Alkoholproblematik machen zusammengefasst 27% aller Begutachtungen im Jahre 2016 aus.

Wann genau muss ich denn jetzt zur MPU?

Schon nach einem Bier? Oder weil ich im letzten Jahr im Oktober zwei bis drei Joints geraucht habe? Oder doch weil ich gestern das Rotlicht übersehen habe?

Naja, hier können wir antworten: sollten Sie all dies gleichzeitig getan und im Straßenverkehr auffällig geworden sein, so könnte dies bereits für einen Zweifel an der charakterlichen Eignung zum Führen eines KFZ ausreichen. Muss es aber nicht.

Grundsätzlich gilt, dass die Fahrerlaubnisbehörde (FEB) Zweifel an der Fahreignung anmelden muss, sobald sie feststellt, dass 1,6 Promille erreicht oder überschritten wurden und zeitgleich eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr vorlag. Dies gilt übrigens auch für Radfahrer und Fußgänger. Auch diese Personengruppe kann den Verkehr grundsätzlich gefährden. Wer sich jetzt entspannt zurück lehnt und denkt, dass er 1,6 Promille vermutlich nicht erreicht und sich bereits ausrechnet, wie viel er trinken kann, bis er das erste Mal zur MPU muss, für denjenigen haben wir keine gute Nachricht. Ab 1,6 Promille MUSS die MPU angeordnet werden. Aber jeder Konsum von Alkohol am Steuer kann zur MPU führen. Dies hängt dann von den näheren Umständen der Trunkenheitsfahrt ab.

Weiter müssen all diejenigen einen sog. Idiotentest absolvieren, die ihr Punktekonto im Verkehrszentralregister (VZR) in Flensburg mit 8 Punkten ausgereizt haben sowie alle die, die mit Betäubungsmitteln -nicht nur- im Straßenverkehr auffällig wurden. Anders verhält es sich bei Wiederholungstätern. Hier ist die Schmerzgrenze der Fahrerlaubnisbehörde deutlich niedriger. Sollten Sie bereits im Vorfeld, ggf. mehrfach, mit Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr auffällig geworden sein, so gilt, dass bereits ab 0,5 Promille oder weniger eine MPU gefordert werden kann.

Was also tun, wenn einer dieser Fälle auf mich zutrifft und ich von meiner Fahrerlaubnisbehörde die Aufforderung bekomme, meine körperliche und geistige Eignung zum Führen eines KFZ durch ein medizinisch-psychologisches Gutachten nachzuweisen?
Ganz einfach: Direkt einen Termin bei uns vereinbaren, denn unser Erstgespräch ist immer kostenlos, egal ob Sie sich für eine MPU Vorbereitung (ggf. mit uns) oder dagegen entscheiden.